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ABC-ruhrort -W

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1.

Wappen am Leinpfad | Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Wasserschutzpolizei | Weihnachtsmarkt, Wind | Werft, z.B. Kleinholz | Wasserstandsmeldungen | Wortmannstift (Altenheim) | weltoffen | weitläufig | Waterfront, Wappen von Ruhrort, Westmark, Werfthafen | Weiß-Grün Karnevalsverein Ruhrort | Werteermittlung | Wal-Lokal, Weiß- Grün, Wasserschutzpolizei | Wasserschutzpolizei, Wohnschiff, Weinhagen | Werfthafen, Wasserschutzpolizei | Waterfront (ha ha, kleiner Scherz), Werfthafen, Wallokal | Wasser | Werner

 


2.

Ruhrort ist ja fast ganz von Wasser umgeben – Rhein, Eisenbahnhafen, Hafenbecken mit Wasserstandsanzeiger, und natürlich der alte Werfthafen. Das nächste W ist dann schon die Wasserschutzpolizei gleich dahinter, am Vinckekanal.

1958, als ich Betriebsschlosser gelernt hab, da gab es sogar noch Wasserboote! Haben mit der Wurfleine breitseits an Schiffen festgemacht und ihnen Trinkwasser gebracht. Der Wasserbedarf von so einem Schiff war groß. Alle Schiffe hatten ihren eigenen Wimpel. Der war aber nicht bloß Zierde, sondern Windrichtungsmesser!

Ich hab die Motoren inspiziert und gewartet. So ein Ding wog dreimal mehr als heute, 25, 27 Tonnen und war 7, 8 Meter lang, 3 Meter hoch und hatte s0 700, 800 PS, die Hälfte von dem, was heutige haben. Die Leistung wurde über die Wellenanlage auf den Propeller übertragen. Wenn der Wellenschlag, der vorne am Bug entstand, nicht mittschiffs weg war und der Wasserschaum in den Propeller kam, war der Wirkungsgrad schlecht: Die Propeller drehten Luftblasen, man kam nicht voran.

Ruhrort damals, das kann sich heute keiner mehr vorstellen: Jede Werft hatte ihre eigenen Werkstätten, die Reedereien und alle bekannten Maschinenbauer: Schlosserei, Dreherei, Schmiede, Schreinerei, Wasserpumpen- und Rohrleitungsbau. Auch die Winden, die wurden zu meiner Zeit motorisiert. So ein Anker wog eine Tonne! Da war man vorher lange am Drehen! All das brauchte Wartung. Die Maschinen waren anfällig, es gab noch keine elektronische Feinregulierung. Nach 10.000 Betriebsstunden war so ein Motor hin, wurde in seine Einzelteile zerlegt und generalüberholt. Bei jeder Firma arbeiteten 50, manchmal 100 Handwerker, rechne das mal zusammen. Da kamen die Leute von außen nach Ruhrort zum Arbeiten.

Fritz Hemberger (aufgeschrieben von Thomas Frahm)

 


3. Illustration:


4. Schautafel:


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